Pflegekräfte entlasten, Gesundheitswesen stärken!

Gesund­heit ist keine Ware: Kliniken und Pflegeein­rich­tun­gen für Men­schen statt Prof­ite. Eine Pflegekraft muss oft über 20 Men­schen gle­ichzeit­ig betreuen. Wir wollen Kranken­häuser und Pflegekonz­erne von der Börse nehmen. Sie müssen nach Bedarf und Gemein­wohl organ­isiert wer­den. Das Sys­tem der Fall­pauschalen wollen wir durch eine bedarf­s­gerechte Finanzierung erset­zen. Die Gehäl­ter in der Pflege wollen wir erhöhen, das hil­ft auch gegen Fachkräfte­man­gel. Die Zweik­lassen­medi­zin wollen wir mit ein­er sol­i­darischen Gesund­heitsver­sicherung ablösen, in die alle ein­zahlen. Die Pflegev­er­sicherung wollen wir zu ein­er Vol­lver­sicherung umbauen, die alle Leis­tun­gen übern­immt. Die Eigenan­teile für die Ver­sicherten oder ihre Ange­höri­gen, die heute viele Men­schen in Armut und Verzwei­flung treiben, ent­fall­en. Es darf nicht sein, dass Men­schen durch Patente vom Zugang zu Medika­menten und Impf­stof­fen aus­geschlossen wer­den, nur um die Prof­ite der Phar­makonz­erne hoch zu hal­ten. Ger­ade in der Pan­demie zeigt sich, dass Phar­maforschung ein öffentlich­es Gut ist. Die Lizen­zen für die Coro­na-Impf­stoffe müssen freigegeben wer­den, damit die Impf­pro­duk­tion beschle­u­nigt wer­den kann.

Dafür steht DIE LINKE, dafür stehe ich:

  • Mehr Lohn: 500 Euro Lohn­er­höhung für alle in der Pflege
  • Kranken­häuser in öffentliche Hand: Gesund­heit statt Gewinne in den Mit­telpunkt rück­en
  • Mehr Per­son­al: Eine geset­zliche Per­son­albe­mes­sung, die aus­re­ichend Per­son­al vorschreibt
  • Umbau der Pflegev­er­sicherung zu ein­er Vol­lver­sicherung
  • Schluss mit der Zweik­lassen­medi­zin: Wir wollen die Tren­nung zwis­chen geset­zlich­er und pri­vater Kranken­ver­sicherung abschaf­fen. In die Sol­i­darische Gesund­heitsver­sicherung zahlen alle mit ihren gesamten Einkün­ften (Erwerbs‑, Kap­i­tal- und anderen Einkom­men) ein und bekom­men alle medi­zinisch notwendi­gen Leis­tun­gen, auch vol­lum­fänglich Medika­mente, Brillen, Zah­n­er­satz oder Phys­io­ther­a­pie. Medi­zinisch unnötige Behand­lun­gen zu finanziellen Zweck­en an pri­vat Ver­sicherten gehören der Ver­gan­gen­heit an.
  • Kranken­häuser gehören nicht an die Börse, son­dern in die öffentliche Hand! Wir unter­stützen die Kämpfe der Beschäftigten für die Rück­nahme von Aus­gliederun­gen und Pri­vatisierun­gen

Hier geht’s zum kom­plet­ten Wahl­pro­gramm.

Schon gewusst?

Der Anteil pri­vater bzw. pri­vatisiert­er Kranken­häuser ist von 22 % im Jahr 2000 auf 37,5 % im Jahr 2018 gestiegen. [1]

Mit dem Beitragsrech­n­er der Links­frak­tion kann man den eige­nen Beitrag nach unserem Konzept ganz ein­fach berech­nen.

Mit der Abschaf­fung der Beitrags­be­mes­sungs­gren­ze sinkt der Beitrag für die Kranken­ver­sicherung von cir­ca 15 Prozent auf weniger als 12 Prozent des Brut­tolohns. Bis zur Ein­führung ein­er Sol­i­darischen Gesund­heitsver­sicherung müssen sich die Beiträge für Selb­st­ständi­ge und andere frei­willig in der GKV Ver­sicherte stärk­er am realen Einkom­men ori­en­tieren. Für Men­schen mit einem Monat­seinkom­men unter 6.300 Euro sinken die Beiträge in absoluten Zahlen. Auch viele Selb­st­ständi­ge und Rentner*innen. Arbeitgeber*innen und Ver­sicherte zahlen jew­eils die Hälfte, also dann weniger als sechs Prozent.

Quellen:
[1] neues deutsch­land, 3.5.21

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